Drainage in Erdbauwerken hat in Deutschland immer teuer gekostet: Kiesschicht waschen, anfahren, auf der Böschung verteilen. Das Geonet hat diese Rechnung auf der Deponie, im Straßenbau-Böschung und im Kanal verändert — es tauscht Zentimeter Kies gegen einen Rollen aus genoppter HDPE-Folie, die dieselbe Arbeit mit einem Bruchteil des Gewichts leistet. Verstehen, was es leistet — und was nicht — trennt das wirtschaftliche Projekt vom künftigen Problem.
Was das Geonet tatsächlich leistet
Das Geonet ist eine extrudierte Rippenstruktur aus HDPE, die durchgehende Kanäle bildet. Das Wasser, das zur Schicht kommt — Infiltrationsregen am Böschung, Sickerwasser auf der Deponie — läuft in diesen Kanälen zur Sammelstelle. Es filtert nicht und hält keinen Boden: Deshalb arbeitet es fast immer im Verbund — mit Geotextil auf der einen Seite (das filtert) und Dichtungsbahn auf der anderen (die dichtet). Das Ganze heißt Geokomposit, und diese Konfiguration ist der Standard in ernsthaften Planungen.
Wo jede Anwendung ihre Antwort verlangt
| Anwendung | Dominierte Funktion | Planungshinweis |
|---|---|---|
| Deponie | Sickerwasser zur Lache | Durchfluss unter hoher Auflast, Chemie |
| Straßenböschung | Infiltration abfangen | Senkt Wasserdruck, gewinnt Stabilität |
| Stützmauer | Dränage des Hinterfüllens | Ersetzt Kies an der Wandfläche |
| Sportplatz und Landschaftsbau | Dünne Drainschicht | Niedrige Höhe, leicht |
Wie man spezifiziert, ohne zu überdimensionieren
Die technische Zahl, die entscheidet, ist der transmissive Durchfluss — wie viel Wasser das Geonet pro Breiteneinheit unter Projektauflast führt. Zwei entgegengesetzte Fallen: unterdimensionieren nach Katalogtabelle (gemessen ohne Last) und überdimensionieren aus Angst (Rippen zahlen, die der Fluss nie benutzt). Der Weg der Mitte: die Kurve Durchfluss x Auflast der Charge anfordern und gegen den Plan prüfen. Auf der Deponie ist zusätzlich die chemische Widerstandsfähigkeit des HDPE gegen Sickerwasser ein Dauerargument.
Als Hersteller produzieren wir Geonetze in breiten Rollen und verschiffen nach Hamburg und Rotterdam in 25 bis 35 Tagen; im Container bleibt der Quadratmeter deutlich unter dem Kiesäquivalent samt dessen Anfahrt. Für den Plan zählen drei Gewinne: Gewicht, Termine und dünne Schicht am Hang — wo das Kiesverteilen der teuerste Service der Baustelle ist.
Vlies auf dem Geonet: der Partner, der das System trägt
Die häufigste Planungsfrage zum Geonet ist nicht "welche Rippe?", sondern "was liegt darüber?". Die Antwort ist das Filtergeotextil — und es ist der Partner, der das System trägt. Ohne Vlies wandert Feinanteil aus dem Aufbau in die Kanäle und verstopft genau die Struktur, die das Wasser führen soll; mit einem passenden Geotextil (üblich 200–400 g/m² je nach Aufbau) bleibt der Kanal offen, und das Geonet führt seine gerechnete Menge über die Lebensdauer. Drei Punkte für die Beschaffung: Das Vlies gehört in dieselbe Anfrage wie das Geonet — eine Kombination aus einer Hand verhindert die Diskussionsfrage "passt das zusammen?". Die Überlappung des Vlieses folgt dem Gefälle, nicht der Bequemlichkeit der Verlegerichtung. Und die Rollenverlegung beginnt am Sammelschacht, nicht am anderen Ende: Der Anschluss an die Drainageleitung ist die Stelle, an der Systeme in der Praxis zuerst scheitern. Wer diese drei Punkte im Einbauheft stehen hat, installiert das Geokomposit, das die Planung gerechnet hat.
Die Siddhii Global produziert Geonetze und Geokomposite mit Durchfluss-Datenblatt pro Charge. Die Linie finden Sie auf der Geonet-Seite. Für die Bodeneinschließung lesen Sie den Geozellen-Leitfaden; für Dach und Garten die Drainageschale.




